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Aktuelle Statements unserer Besucher:
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Das Filmfestival war eine tolle Möglichkeit für Go For Climate e.V., Menschen den Klimaschutz näher zu bringen. Das Filmfestival ist sehr nah an den Bürgern und interessiert alle
Altersgruppen. (Go for Climate e.V.)... zum Artikel »»»
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Der Film gibt einen eindringlichen Hinweis darauf, dass Fundamentalismus - das heißt die Unfähigkeit und Unwilligkeit zur Wahrnehmung anderer Lebensweisen als Anderen, verbunden mit Gewaltbereitschaft gegenüber dem Anderen und als fremd und bedrohlich Wahrgenommenen - heute keinesfalls allein nur ein Problem von muslimischen Gruppen darstellt, sondern auch in Christentum seinen Ort findet, in diesem Falle in den endlosen Weiten des nordamerikanischen Mittelwestens. (Prof. Dr. Hans-Martin Gutmann, FB Evangelische Theologie Universität Hamburg)... zum Artikel »»»
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Statements unserer Besucher
2007-05-15 | Autor: Silke Potthast (einfal GmbH) | Foto: Andrea Grüner
Wir leben im 21. Jahrhundert
Der Film zeigt auf krasse und authentische Weise das Scheitern von Jugendlichen bei der Suche nach einer Perspektive und damit, was vielerorts
in unserer Gesellschaft als alltäglich gelebt wird. Unsere Erfahrung bei der
einfal GmbH mit den Jugendlichen hier in unseren Werkstätten oder in der
Arbeit mit den Projekten Ausbildungsclub und WerkstattTag bestätigt dieses
Bild. Den Jugendlichen fehlt es oft an Selbstbewusstsein, sozialen
Kompetenzen und emotionaler Intelligenz. Allerdings zeigt uns unsere Arbeit
auch, dass unter anderem über das Gefühl, nützlich zu sein, der
Brückenschlag zu einer Haltung, die eigenen Fähigkeiten bestmöglich
einzusetzen, möglich ist.
(Silke Potthast, Projektkoordinatorin einfal GmbH, Podiumsteilnehmerin an Diskussion zum Film: "Wir leben im 21. Jahrhundert")
2007-05-12 | Autor: Sibylle Schlegel (Freiwilligenbörse Hamburg) | Foto: Christine Kosmol
John & Jane
Globalisierung und Outsourcing: Fluch oder Segen ?
Nach der Filmaufführung „John & Jane“ am 08.05.2007 verließen viele „betroffene Gesichter“ – auch ich - das Koralle-Kino, denn dieser Film konnte Angst vor der Zukunft machen: Ich stellte mir unwillkürlich die Frage, ob es wirklich denkbar sei, dass ein einfacher Job in einem Call-Center die soziale und kulturelle Tradition von Nationen unterhöhlen oder gar gefährden könne.
Im Zuge der Globalisierung werden nicht nur ganze Produktionsstätten in Niedriglohnländer ausgelagert, sondern im zunehmenden Maße auch Dienstleistungen. Welche Folgen können sich beim Outsourcing von Dienstleistungen ergeben?
Der Film geht dieser Frage am Beispiel von sechs Telefonarbeitern nach, die in einem indischen Call-Center amerikanische Kunden rund um die Uhr „betreuen“, und kommt zu einer erschreckenden Erkenntnis: Mit einer wohldosierten Prise „Gehirnwäsche“ geben junge Menschen ihre eigene Identität auf, um ein Amerikaner zu werden. Kann das gut gehen? Welche Risiken birgt diese geliehene Identität in der Zukunft?
Andererseits bringen die Jobs im Call-Center Arbeit für den Einzelnen und so die Hoffnung auf mehr Lebensqualität. Da muss man doch dankbar sein – oder etwa nicht?
Nach Filmende gingen mir viele Fragen durch den Kopf, weil mir diese Thematik noch gar nicht so bewusst war. Welche Verantwortung tragen die „Gastfirmen“? Welche Möglichkeiten haben die Nationen, um gerade ihre Jugendlichen vor derartigen Strömungen zu schützen und ihre Traditionen zu wahren? Bedeutet Globalisierung automatisch auch Verschmelzung der Kulturen? Welche Auswirkungen ergeben sich daraus langfristig, wenn Fremdidentitäten angenommen werden?
Ich hoffe, dass es in Zukunft noch viele derartige Filme geben wird, um auf die sozialen Folgen von Outsourcing aufmerksam zu machen.
(Sibylle Schlegel, Freiwilligenbörse Hamburg) Auf dem Foto (v.l.n.r.): Matthias Liehr (Freiwilligenbörse Hamburg), Sibylle Schlegel (Freiwilligenbörse Hamburg)
2007-05-11 | Autor: Olaf Trost (Freiwilligenbörse Hamburg) | Foto: Christine Kosmol
China Blue
Ich muss ehrlich sagen, der Film "China Blue", hat mich sehr bewegt.
Dieses einzelne Schicksal von einer der unzähligen
„ nur Fadenabschneiderinnen“ in der Jeans Konsum Welt
„MADE IN CHINA“ ist plötzlich ganz nah an mich gerückt.
Ich habe auf beeindruckende Weise plötzlich Respekt, Mitgefühl aber auch Scham verspürt. Was somit klar beweist, wie intensiv und treffend dieser Dokumentationsfilm wirken kann.
Das verdient meinen Respekt:
Mit welcher Gelassenheit und Arbeitsmotivation sich die Mitarbeiter dennoch untereinander versuchen zu stärken. Dieses sucht seinesgleichen hier in Deutschland. Obwohl Menschen wie Vieh behandelt werden, verlieren sie nicht Ihr Lachen. Es heißt sicherlich nicht umsonst: „Das Land des Lächelns“, doch leider bedeutet es dort nicht „wer zuletzt lacht, lacht am besten“.
Mitgefühl:
Diese unmenschlichen Arbeitsbedingungen dort.
Wie unwürdig und auch unverantwortlich respektlos mit einzelnen Menschen und deren Bedürfnissen wie z.b. (Schlafen, Essen, Trinken) umgegangen wird.
Aber auch die Gewissheit der einzelnen Mitarbeiter, dass sie nicht mehr wert sind als nur 6 Cent die Stunde. Das Geld, was sie dort verdienen, geben sie gleich wieder aus, nämlich um durchzuhalten (für Medikamente), und den Rest bekommt dann die Familie. Wahnsinn! Da heißt es also wirklich „leben um zu arbeiten“.
Scham:
Mir ist klar geworden, dass sogar auch ich für diesen kapitalistischen Kreislauf mit verantwortlich bin. Man kann sagen, die Menschenrechte werden mit global vereinten Füssen getreten. Also, bei „Made in China“ gehen bei mir ab sofort die Bilder aus dem bewegten Film durch den Kopf, somit bin ich kein kopfloser Konsument mehr, und genau das sollte ja auch die Message aus diesem Film sein.
(Olaf Trost, Mitarbeiter der Freiwilligenbörse Hamburg)
2007-05-09 | Autor: Manuela Stiebe
ENRON - The Smartest Guys in the Room
Ich habe mir den heutigen Film extra notiert und bin froh, dass eine kleine Diskussion möglich war. Ich fand den Film sehr beeindruckend. Mich freut, dass so etwas in Deutschland nicht passieren kann. Schade ist nur, dass man als „kleiner Mann“ nur wenig Einblicke in diese Geschäfte hat und sich daher auch nicht vor solchen Finanzbetrügereien und Bilanzfälschungen schützen kann.
(Anja Hildebrandt)
2007-05-09 | Autor: Marie Schittek | Foto: Manuela Stiebe
ENRON - The Smartest Guys in the Room
Transparency International engagiert sich für Korruptionsbekämpfung in Deutschland und Weltweit. Auch „Enron“ ist an der Korruption zu Grunde gegangen und mit dem Konzern die Mitarbeiter und Aktionäre. „Enron“ verstrickte sich unter anderem durch überhöhte Zahlungen fürs „Mitmachen“ bei fragwürdigen Projekten in ein Netzwerk korruptiver Handlungen, welche Wirtschaftsprüfer, Investmentbanker und die Führungsetagen umfasste.
Zu der Frage, ob auch hier in Deutschland eine Pleite a la Enron passieren könnte, also ein derartiger Schaden für Aktionäre, Mitarbeiter, Pensionäre und auch den Staat denkbar ist, so möchte ich behaupten, dass durch die schärferen Kontrollen hier in Deutschland so etwas wohl nicht so möglich ist. Zum Beispiel dürfen Pensionsfonds hier nur in gesicherte Anlagen investiert werden, außerdem haften Wirtschaftsprüfer in erheblichem Umfang für fehlerhafte Testate und Große Unternehmen verwenden Stock-Options nicht so extensiv. Darüber muss ausführlich berichtet werden.
Eine wichtige Frage haben die Initiatoren des Filmfestivals aufgeworfen: In was für einer Gesellschaft wollen wir leben?
Ich möchte eine Ethik in den Chefetagen der Unternehmen, die Korruption, aber auch andere Wirtschaftskriminalität vom Grundsatz ablehnt. Und zwar im Aufsichtsrat genau so wie im Vorstand. Nicht Moral oder Strafe, nur Einsicht hilft. Und auch konsequente Umsetzung der Einsicht mit verbindlichen Regeln und strengen Sanktionen. Das ist ein wichtiges Themenfeld von Transparency International. Wie gesagt, Sie sind eingeladen, uns zu unterstützen.
(Gerd Leilich, Transparency International)
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